Simeon-Workshop mit Thomas Gabriel
Die Vorbereitungen für das Adventsoratorium "Simeon" von Komponist Thomas Gabriel, das am 5. Dezember 2026 in St. Oswald aufgeführt wird, laufen auf Hochtouren.
Ein besonderes Highlight für die Sängerinnen und Sänger des Projektchores und Dirigent und Kirchenmusiker Horst Berger war nun der Besuch des Komponisten in einer Chorprobe.
Gabriel gab auf kurzweilige Art und Weise Einblicke in sein Oratorium, das die klassische Klangwelt eines großen Chorwerks mit Pop, Rock und Jazz verbindet und Rhythmus, Farbe und Ohrwurmpotenzial hat. Was die Form angeht, so hat sich Gabriel bei der Anlage von "Simeon" an den großen Oratorien von Bach orientiert. Allerdings greift er zu den musikalischen Mitteln und den klanglichen Möglichkeiten der heutigen Zeit.
Inhaltlich bleibt Gabriel bei seiner Weihnachtsgeschichte erstaunlich nah an der menschlichen Seite der Geschichte. Sein Simeon ist kein strahlender Held. Er ist ein alter Mann, der gewartet hat. "Das Werk ist dadurch geprägt, dass erst mal gar nichts passiert", erklärt der Komponist. "Da geht es ganz viel um Stille und ums Schweigen."
"Simeon" ist deshalb mehr als nur eine weitere Vertonung der Weihnachtsgeschichte. Die Geburt Jesu steht zwar im Zentrum, aber das eigentliche Thema ist die Erwartung. Was geschieht, wenn das, worauf man gewartet hat, endlich eintrifft?
Während seiner Ausführungen stimmte Thomas Gabriel auch verschiedene Lieder mit dem Chor an und freute sich am Ende, dass "sein Kind in guten Händen sei."
Die Aufführung des Adventsoratoriums "Simeon" von Thomas Gabriel beginnt am 5. Dezember 2026 um 18.00 Uhr in St. Oswald in Buchen